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Ordnung zu Hause

In den wenigsten Fällen ist unser Zuhause kein Ort, an dem wir uns lange aufhalten. Natürlich gibt es Ausnahmen bei Menschen, die beruflich oder aus anderen Gründen sehr viel auf Achse sind.

Zuhause sollten wir uns erholen und Kraft tanken können. Das geht aber nur halb so gut, wenn unser Heim ungemütlich ist und uns von überall her die Dinge anschauen, die noch erledigt werden möchten.

Wir fühlen uns einfach besser, wenn wir glauben, alles Wichtige erledigt zu haben. Wenn die Möbel am richtigen Platz stehen, unser Kram nicht irgendwo herum liegt und alles schön sauber ist. Wir können Gäste einladen, ohne darüber nachdenken zu müssen. Wir können unsere Gedanken auf das richten, was uns wirklich wichtig ist.

Hier geht es, genau wie in den anderen Ordnungs-Bereichen, nicht um Perfektionismus, sondern ums Wohlfühlen.
Ein übersteigertes Maß an Ordnungsliebe kann genauso schlecht sein wie eine zu große Unordnung.

Ordnung kann aber auch ein gesundheitlich wichtiger Faktor werden. Und zwar an der Stelle, wo es um Hygiene geht. Niemand verlangt von Ihnen, dass Sie nahezu täglich alle Gegenstände und Möbel mit einem Desinfektionsmittel abwischen. Es geht vielmehr um schon extreme Formen von Unordnung, wie sie bei Messies oft vorkommt. Wenn die Unordnung über Sie siegt, dann bleibt es kaum aus, dass Essensreste vor sich hin schimmeln und auf diese Weise nicht nur eklig, sondern auch gesundheitsgefährdend werden. Oder denken Sie an Ungeziefer, dass Nahrung ungenießbar machen kann und im schlimmsten Fall zum Überträger von Krankheiten wird.

Oder - auch in durchaus ordentlichen Haushalten ein Thema - an Allergien, beispielsweise durch Hausstaubmilben ausgelöst werden.